Ludwig Rahlfs Grab

Denkmäler
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01/02 - Ludwig Rahlfs Grab

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02/02 - Ludwig Rahlfs Grab

Ludwig Rahlfs, geboren am 1. Mai 1863 in Vilsen, erlebte von 1867 bis 1879 seine ihn sehr prägende Kinder- und Jugendzeit in Düshorn und fand hier auf eigenen Wunsch 1950 seine letzte Ruhestätte. Rahlfs war musikalisch vielseitig begabt.

Seit 1914 wurde sein Lied "Auf der Lüneburger Heide" nach dem Gedicht von Hermann Löns zu einem der beliebtesten Volkslieder weltweit. In Düshorn erinnern die Grab- und Gedenkstätte, Straßennamen und die Ludwig-Rahlfs-Schule an den großen Komponisten. Ludwig Rahlfs wurde am 1. Mai 1863 als sechstes Kind von elf Kindern des Lehrers und Organisten Heinrich Rahlfs in Vilsen bei Hoya geboren. 1867 wurde sein Vater nach Düshorn versetzt. Alle elf Kinder erhielten vom Vater Musikunterricht. Mit 14 Jahren vertrat Ludwig bereits seinen Vater im Gottesdienst an der Orgel. Er erwählte sich den Berufs seines Vaters und seiner Gro&ßväter. Seine erste Anstellung als Lehrer und Organist erhielt er in Hannover. Dort hat er seine gesamte Dienstzeit verbracht. Die Silcherschen Lieder verleiteten ihn schon als Seminarist zu den ersten kompositorischen Versuchen von volkstümlichen Weisen. "Der kleine Rosengarten" von Hermann Löns, der 1912 erschien, reizte ihn besonders. Das waren Gedichte seiner Heimat, der Lüneburger Heide. Er fand in ihnen die Erinnerung an seine Jugendzeit in Düshorn, an sein Durchstreifen von Heide, Moor und Wäldern. Seine Melodien, die er zu 60 Gedichten aus dem "Rosengarten" fand, sind Ausdruck tief empfundener Heimatliebe. Am meisten Anklang fand im Volk das Lied "Auf der Lüneburger Heide". Es wurde gleich nach Erscheinen nicht nur in der engeren Heimat viel gesungen , sondern auch bald in Ostpreußen, auf den Almwiesen der Alpen und am Rhein. Aus Südamerika wurde geschrieben: "Wenn wir Deutschen hier zusammenkommen, dann singen wir das Lied von der Lüneburger Heide." In Würdigung seiner Verdienste erhielt Ludwig Rahlfs anlässlich seines 77. Geburtages von der "Deutschen Hermann-Löns-Gesellschaft" die Lönsplakette mit den Worten, dass seine Lönslieder dem Wesen der Lönsschen Dichtungen am nächsten kämen. Als das "Haus der Heidmark" in Bad Fallingbostel errichtet wurde, vergaß man auch nicht, in dem sogenannten Dichterzimmer ein Bild von Ludwig Rahlfs aufzuhängen und seinen Rosengarten auszulegen, der eine Auflage von 47000 Exemplaren erreicht hatte. Um alle Lönslieder jener Jahre ist es stiller geworden, still wie um die romantischen Lieder des 19. und 20. Jahrhunderts. Die heutige Zeit hat einen anderen Ausdruck in ihrem Kunstschaffen geprägt. Das schmälert nicht die Bedeutung unseres heimatlichen Komponisten für jene zurückliegende und noch für die heutige Zeit. Häufig hatte L. Rahlfs den Wunsch geäußert, er möchte in Düshonr beigesetzt werden. Als er 1950 starb, wurde seine Urne nach hier gebracht und erhielt die letzte Ruhestätte an der Stelle, die er sich früher erwählt hat. Bauer Friedrich Pröhl in Ellinghausen stellten den Platz am Benzer Kirchsteig im Dreul zur Verfügung. Die Gemeinde Düshorn nahm das Grab in Pflege.

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